Ein langes Wochenende und viele Besucher

Sonntag, 25. September 2016, 22:37 Uhr
Es gibt Tage im Leben eines Vereins, die entschädigen für die Mühen, derer es bedarf, um Veranstaltungen vorzubereiten oder die Erledigung der täglichen Aufgaben für den Betrieb eines Museums zu organisieren.
Ein solcher Tag war die 6. Lange Nacht der Museen in Nordhausen. Für das Team des IFA-Museums bestand nicht nur die Aufgabe, die Museumsnacht mit Sonderausstellung und Vortrag sicherzustellen, sondern es hatten sich gleich drei große Besuchergruppen zur Führung angemeldet. Ein historischer Bus sollte nach seiner technischen Überholung in Betrieb genommen werden und in Erfurt fand die Landwirtschaftsmesse „Grüne Tage“ mit einer Ausstellung historischer Landtechnik statt.
Die breite Resonanz, die all diese Aktivitäten fanden, das Interesse der Besucher für die Ausstellung, die Technik und die Geschichte, bestätigen den Erfolg der Arbeit aller Vereinsmitglieder. Aber nun zu den Einzelheiten:

Alles begann schon am Freitag mit den „Grünen Tagen“ auf der Messe in Erfurt. Drei Traktoren und ein Motor bildeten den Stand „Historische Landtechnik“ im Eingangsbereich zu den Messehallen. Ausstellung  (Foto: hgf) Ein ständiger Besucherstrom auf dem Weg zu Tieren und Technik machte kurz Halt, um sich unsere Ausstellung anzusehen, Fragen zu stellen und oft Erinnerungen aufzufrischen. Techniker, die wissen wollten, wie das Getriebe im Famulus aufgebaut ist, Großväter, die ihren Enkeln die Technik ihrer Jugend erklärten und immer wieder die Frage nach dem Museum mit dem Versprechen, uns zu besuchen. Am Ende war unser Werbematerial alle und vieles verkauft. Drei Tage jeweils acht Stunden Gespräche und kaum Zeit für einen Kaffee zwischen Verkaufsständen, die ständig nach Essen dufteten. Nur manchmal kam der Wind aus den Hallen mit den ca. 1.000 Tieren, welche die Bauern mitgebracht hatten und erinnerte daran, dass es ja eine Landwirtschaftsausstellung war. Am Ende zählte die Messe über 30.000 Besucher.

In Nordhausen indes bereitete sich der Verein auf den Ansturm von etwa 80 LKW-Freunden mit Ihren W50 und L60 Fahrzeugen vor. Pünktlich angekommen und in Gruppen aufgeteilt, führten die Vereinsfreunde Dr. Werner Steinmetz und Dr.Ferdinand Herms die Fans der IFA-Technik durch unser Museum. Ein Abstecher zu den ehemaligen Motorenprüfständen bei ADAPT ergänzte den Besuch an der Geburtsstätte der Herzen ihrer Fahrzeuge. Norbert Witt und Hartmuth Pabst, zwei IFA-Urgesteine, erklärten, wie das früher so in den Prüfboxen so zuging. Die Erfahrung sagt, bei solchen Besuchen gehen die Fragen bis zur letzten Schraube und so war es auch diesmal. Die Interessierten nennen sich ja auch selbst „Schrauber“ und sind unser dankbarstes Publikum. Herzlichen Dank an die Jungens und ihre Frauen, die zum Teil einen langen Weg hinter sich hatten und dafür zwar von uns, aber leider nicht vom Wettergott belobigt wurden.

Dann 17:00 Uhr, die Straßenbahnfreunde hatten den Ikarus Bus sauber geputzt und mit einer goldenen Schleife verpackt. Die Ministerin für Infrastruktur Frau Keller, die Bürgermeisterin Frau Krauth, der erste Beigeordnete des Landrats Herr Nüssle, sowie die Chefs der anderen beteiligten Museen der Stadt waren erschienen, um den Shuttlebus offiziell in Betrieb zu setzen. Nach kurzen offizielle Inbetriebnahme (Foto: Bierwischh)
Ansprachen und einem Glas Sekt, eine Flasche zur "Taufe" hätte am Bus unangenehme Spuren hinterlassen, steuerte ein sichtlich stolzer Torsten Schwarz die Gesellschaft zum Museum Tabakspeicher. Dort erfolgte dann durch die Ministerin die offizielle Eröffnung der 6. Museumsnacht.

Planmäßig 18 Uhr, ein gut aufgelegter Herr Dreßler vom Zweiradmuseum Suhl beginnt seinen unterhaltsamen Vortag zur Geschichte der Zweiradproduktion. Weniger die technischen Fakten als die Hintergründe und Geschichten aus einer bewegten Zeit bestimmten seinen Vortrag. Welche sportlichen Erfolge errangen die Suhler Piloten, warum später die kleinen Räder, warum überlebte Suhl trotz guter Produkte nicht, warum die Vogelnamen, viele Fragen und fundierte Antworten bestimmten die anschließenden Diskussionen und Gespräche.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im Museum zu sehen, wir freuen uns auf Sie!

Nur die zahlenden Besucher gerechnet, besuchten an diesem Tag ca. 300 Neugierige unser IFA-Museum. Dazu kamen noch sehr viele Besucher, die zwischen den Nordhäuser Museen pendelten und alle Veranstaltungen dieser Nacht besuchten.
Der Vorstand bedankt sich ausdrücklich bei allen aktiven Vereinsmitgliedern und Mitarbeitern, ohne die solche Veranstaltungen nicht durchführbar sind.
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)
Museumsnacht (Foto: IFA-Museum)