IFA-Museum auf der Messe Stuttgart

Montag, 18. März 2019, 18:18 Uhr
Unsere Zusammenarbeit mit den Bulldog- und Schlepperfreunden Württemberg hat schon eine lange Tradition. Messen in Hannover, Besuche in Nordhausen, die Zusammenarbeit im "Bund historische Landmaschinen" sind nur einige Beispiele dafür. So war es selbstverständlich zuzusagen, als uns Hubert Flaig fragte, ob wir die Geschichte der Geräteträger in Stuttgart vor einem großen Publikum präsentieren wollen. Die Schlepperfreunde organisieren zum wiederholten Male Sonderausstellungen zu historischer Landtechnik auf der Classic Messe, die eigentlich vor allem die Freunde historischer Straßenfahrzeuge anzieht. Mit dem "IFA-Maulwurf "der Familie Scheuch hatten wir gerade unsere Ausstellung vervollständigt und so war klar: "Wir fahren in den Süden der Republik!".

Für uns Vereinsmitglieder vom IFA-Museum ist es schon eine wirkliche Herausforderung, Geräteträger nach Stuttgart zu transportieren und eine Messe wie die Retro Classic mit Personal zu bestücken. Dank der Vereinsfreunde Harald Martin und Hans-Georg Franke, der Mitarbeitern der AGH und mit Unterstützung der Autohaus Peter Gruppe konnten zwei Geräteträger, und zwar der "IFA-Maulwurf" und ein RS 08 die 500 Kilometer zur Messe transportiert und ohne Beschädigung zurückgeholt werden.

Mit Peter Scheuch, Sohn von Egon Scheuch, dem Erfinder des ersten Geräteträgers, hatte sich der kompetenteste Zeitzeuge bereit erklärt, zwei Tage auf der Messe den Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Zwei Tage sind zwar anstrengend, aber auch interessant. Die Frage: „Wer hat es erfunden?" wurde sehr oft gestellt und genauso oft folgte die Antwort: „Egon Scheuch aus Thüringen hat es erfunden!“, für viele Besucher eine neue überraschende Erkenntnis. Schon allein wegen dieser „Wissensvermittlung“ hat sich der Besuch gelohnt. Wie schon auf früheren Präsentationen gab es natürlich viele Gespräche am Rande und der Eine oder Andere hat versprochen, den Südharz zu besuchen. Ein paar neue Freundschaften wurden geschlossen, die unserem Bekanntheitsgrad auch im Süden der Republik nicht abträglich sein werden. Leider bleibt dabei in der Regel wenig Zeit, alle übrigen Aussteller zu besuchen und so bringen wir nur ein paar wenige Bilder mit.

Die Zusammenarbeit mit den Freunden vom Bulldog- und Schlepperverein war wie immer konstruktiv, herzlich und vor allem auf Augenhöhe. Dazu kam, dass Hubert Flaig uns den besten Platz am Eingang der Messe zugewiesen hatte. So fand man uns IFA-Freunde gleich vor dem Biergarten, den der Verein betreibt und der viele Besucher mit „Essen geht eben immer“ anlockte. Wir standen quasi wie auf dem Präsentierteller.


Auch wenn das angekündigte Wetter den Abbau der Ausstellung etwas verzögerte, verlief die Heimreise ohne nennenswerte Schwierigkeiten.
Alles in allem war dies eine erfolgreiche Außendarstellung für unser Museum.

Hans-Georg Franke