Abschlussbericht einer Ausstellung

Freitag, 04. September 2020, 07:57 Uhr
In der Presse wurde wiederholt über eine Ausstellung im IFA Museum Nordhausen berichtet. Die Wanderausstellung der Rosa-Luxemburg beleuchtet in besonderer Weise die menschlichen Schicksale einer Zeit, die wie keine andere das Leben der Menschen in den neuen Bundesländern verändert hat, einer Zeit die untrennbar mit dem Wirken der Treuhand verbunden ist. Die Ausstellung wandert, wie der Name es sagt, seit über einem Jahr durch ganz Deutschland. Die Eröffnung der Präsentation in Brauschweig, einige Wochen zuvor, zeigte deutlich das rege Interesse der Menschen besonders in den „alten Bundesländern“ an den Geschehnissen vor dreißig Jahren. Die oft geäußerte Meinung, „ist doch alles gut gelaufen“ macht deutlich wie viel Aufklärungsarbeit noch erforderlich ist.

Etwa 1200 Interessenten besuchten seit dem 04.07 das IFA-Museum nachdem der Ministerpräsident des Landes Thüringen die Eröffnungsrede vor etwa 80 Gästen gehalten hat.
Der Verein IFA-Museum hatte sich zum Abschluss der Sonderausstellung zur Geschichte der Treuhand einen besonderen Gast eingeladen.
Es ist nun schon Tradition, dass der Verein besonderen Gästen einen besonderen Service zukommen lässt. Wir präsentieren nicht nur das Museum sondern auch die Stadt. Leider kam Frau Luft wegen Zugausfall zu spät und alles musste kurz gehalten werden. Die Vereinsfreunde*in Frau Dr. Klose und O. Brandt führten von der Stadtbibliothek zum Dom und später zur Hochschule wo sie Prof. Viehmann in Empfang nahm.
Prof Dr. Christa Luft war Wirtschaftsministerin in der Modro Regierung und später viele Jahre Mitglied des Bundestages.
Im Publikum der Veranstaltung hatten sich viele Zeitzeugen aus der Region aber auch ehemalige Mitglieder im ersten Vorstand der Treuhand Stiftung eingefunden.
Nach einem sehr interessanten Vortrag entspann sich eine sehr engagierte und emotionale Diskussion. Redner aus Eisenach, Magdeburg, Wurzen, Bischofferode und Nordhausen berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen. Die „Thüringer Allgemeine“ schreibt am 13.August „Ein aufwühlendes Finale der Treuhand-Schau“
„Niemand will die DDR zurück. Aber die dort gelebten Jahre undifferenziert zu verurteilen – aus der Perspektive des moralischen Triumphators -, ist mindestens überheblich.“
So endet eine Sonderausstellung im IFA-Museum mit Menschen die sich für Geschichte interessieren und sie weitergeben wollen.
Frau Luft bedankt sich mit einer Mail über die für sie doch anstrengende Reise u.a „Ich habe die Reise aber keine Sekunde bereut, denn von Ihrer rührenden Betreuung über den informativen Stadtrundgang, die Atmosphäre bei der abendlichen Veranstaltung bis zur Möglichkeit einer Wiederbegegnung mit meiner Freundin aus Kindheitstagen - alles war okay. So viel Positives erlebt man nicht jeden Tag.