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Eine Schenkung

Donnerstag, 04. Juli 2024, 14:25 Uhr
Wir haben wiederholt auf unserer Internetseite berichtet, wie sich das IFA-Museum in den zurückliegenden Jahren entwickelt hat. Die Ausstellung zeigt heute über 120 Exponate aus der wechselvollen Geschichte des Fahrzeugbaus am westlichen Stadtrand von Nordhausen. Seit 2011 befindet sich die Exposition im Kulturhaus und in der Alten Feuerwache der ehemaligen Motorenwerke Nordhausen. Waren es anfangs nur wenige Besucher aus der Region, die auf Wunsch in die Montaniastraße kamen, um sich an alte Zeiten zu erinnern, waren es im letzten Jahr fast 8 Tausend aus allen Teilen der Republik.
Zunächst waren es nur einige Leihgaben von Schlepperfreunden aus der Region, sie bilden auch heute noch den Kern der Traktoren Sammlung.
Nach der Insolvenz der Thüringer Motorenwerke übernimmt die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen unter anderem auch die noch in den Räumen befindlichen Messemotoren, Schnittmodelle sowie Aktenbestände und bewahrt sie vor der Vernichtung. Es ist der Ausdauer und dem Mut der Museumsgründer zu danken, dass diese für die Geschichte des Motorenwerkes bedeutsamen Exponate nach vielen teils abenteuerlichen Zwischenetappen als Leihgaben in das IFA-Museum gelangten. Aufgearbeitet und konserviert bilden sie heute den motorgeschichtlichen Teil der Ausstellung. Wusste am Anfang niemand was einmal aus der Ausstellung wird hat sie sich zu einer weithin anerkannten Einrichtung entwickelt, ist zum Aushängeschild der Geschichte des Fahrzeugbaus im Norden von Thüringen geworden. Heute reiht sich das Museum ein unter die wichtigen Fahrzeugmusen in Mitteldeutschland. Das veranlasste die Landesentwicklungsgesellschaft aus den Leihgaben eine Schenkung zu machen.

Peter Stefan Greiner von der Neuen Nordhäuser Zeitung schreibt am 27.07.24 in seinem Bericht u.a.:
Andreas Krey, der Chef der Landesentwicklungsgsellschaft Thüringen (LEG), besuchte heute die Museumsfreunde und teilte ihnen offiziell mit, dass die bisherigen Leihgaben nun dem Verein geschenkt werden. von rechts Andres Krey, Helmut Peter, Udo Kürbis, H.-G. Franke (Foto: Peter Stefan Grainer NNZ) von rechts Andres Krey, Helmut Peter, Udo Kürbis, H.-G. Franke (Foto: Peter Stefan Grainer NNZ) In diesem Zusammenhang erinnerte Krey an die Strategie der LEG hinsichtlich der Zukunft der Altstandorte aus DDR-Zeiten. Neben Hermsdorf oder Rudolstadt sei das auch die IFA in Nordhausen gewesen. "Wir wollen die Tradition nicht ausblenden, denn anhand der Exponate kann Geschichte erlebbar gemacht werden und können Zeitzeugen von damals Geschichten erzählen. Ich hoffe, dass dieses Museum, das einen Teil der städtischen Industrie-DNA bewahrt, auch künftig die Unterstützung seitens der Kommune erfährt", sagte der LEG-Chef.

Mit dabei waren heute auch Helmut und Andreas Peter, denen es mit anderen Sponsoren und Investoren überhaupt zu verdanken war und ist, dass an diesen Teil der städtischen Geschichte erinnert werden kann. Ein überglücklicher Vereinsvorsitzender dankte allen Beteiligten. Hans Georg Franke: "Wir haben bescheiden angefangen, jetzt können wir der interessierten Welt, vor allem in den alten Bundesländern erklären und zeigen, dass auch in der DDR Traktoren oder Schlepper mit vier Rädern gebaut und Motore entwickelt wurden, die in ihrer Technologie der Konkurrenz um zehn Jahre voraus waren".
Franke mahnte aber auch gleichzeitig an, dass sich das Museum ständig weiter entwickeln müsse und die Unterstützung von Förderern und der kommunalen Politik nötig sein, denn "auch wir müssen moderner werden". Durch multimediale Präsentation, gepaart mit dem Exponat zum Anfassen müsse die bewahrte Geschichte der Nordhäuser Industrie weiter in die Zukunft getragen werden.


Hans-Georg Franke

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