Mittwoch, 29. April 2026, 07:22 Uhr
Matthias Doth hat über 10 Jahre das Museum automobile Welt in Eisenach geleitet. Er gehört zu seinen Gründungsvätern. Doht ist nicht nur gebürtiger Eisenacher, sondern seine Familie und sein gesamtes Arbeitsleben verbinden ihn mit dem Automobilbau in der Wartburgstadt. In den zurückliegenden Jahren hat er sich intensiv mit der Automobilgeschichte Thüringens beschäftigt. Besonders die fast vergessene Geschichte der Dixi Automobile zwischen 1904 und 1929 haben ihn in den Bann gezogen.
Das IFA-Museum und die Eisenacher Wartburgfreunde verbindet eine mehrjährige Freundschaft. So war es nur folgerichtig einen Vortragsabend zum Thema Dixi zu organisieren und sein Buch vorzustellen.
Matthias Doth (Foto: IFA-Museum)
Der Autor hat in langjähriger Arbeit ein Stück Industriegeschichte zusammengetragen, wie sie in dieser Form völlig unbekannt war. In seltener Präzision führt er Technik und Akteure in einer Zeit des Aufbruchs und der Kriege zusammen. Das die Wurzeln des Automobilbaus von BMW in Eisenach lagen ist wohl inzwischen bekannt aber Nutzfahrzeuge aus Thüringen, wer wusste das schon. Mit dem Blick auf das heute zeigt sich sehr schnell, wie sich Geschichte wiederholt. Es waren die Rüstungsaufträge des ersten Weltkrieges die die Eisenacher oft vor dem finanziellen Ruin retten. Diese wechselvolle Historie wird nicht nur durch weitsichtige mutige Unternehmer, sondern auch durch Spekulanten bestimmt.
Matthias Doht erzählt diese Geschichte in seiner klaren Sprache, die nichts auslässt. Er berichtet über die Erfolge und Niederlagen der kleinen Autos aus den Hörsel Tal und über die Menschen deren Schicksal mit dem Thüringer Fahrzeugbau verbunden ist. Dem Zuhörer wird schnell klar, es war nicht nur der Reformator von der Burg, der den Namen Wartburg in die Welt getragen hat.
Somit ist das Buch Dixi-Automobile aus Eisenach nicht nur ein herausragendes Stück Technikgeschichte, sondern ein Spiegel der Zeit.
Die Veranstalter hätten sich mehr Zuspruch gewünscht aber die gekommen waren, konnten mit dem guten Gefühl der Wissenserweiterung nach Hause gehen. Seine Freunde sind gespannt, ob Matthias es mit dem Jahr 1929 bewenden lässt.
Das Buch kann exklusiv im IFA-Museum Nordhausen erworben werden.
Den Team des Vereins ist wieder einmal ein guter und lehrreicher Nachmittag gelungen, danke an alle die mitgeholfen haben.