Donnerstag, 17. September 2026, 18:15 Uhr
Der Termin Anfang September ist für Oldtimerfreunde fest etabliert. Seit Jahren pflegt der IFA-Verein eine enge Verbindung zu den Lanz Bulldogfreunden Sundhausen und so ist es schon fast selbstverständlich der Einladung von Rolf Benkenstein zu folgen.
Auf dem Scheunenhof bietet sich die Gelegenheit, seine Exponate zu präsentieren und mit Besuchern ins Gespräch zu kommen und für die Ausstellung in der Montaniastraße zu werben.
Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto 90 Jahre Normag NG 22. Dank einer Leihgabe konnten die Museumsfreunde einen sehr gut restaurierten NG 22 beisteuern.
Mehr als 700 Fahrzeuge verschiedenster Typen und Alter wurden, wieder einmal von ihren Besitzern präsentiert. Mancher nutzte die Gelegenheit auf dem abgesperrten Gelände mit dem Nachwuchs oder der Freundin eine Runde zu drehen, was er sonst im öffentlichen Raum nicht darf. Zu den Höhepunkten zählte die traditionelle Schlepperparade und die Dampfmaschine. Ihr pfeifen ruft Alt und Jung an die Dreschmaschine, um alte Technik in Funktion zu erleben. Hier riecht es nicht nur nach Dampf, sondern man spürt den ganz eigenen Geruch von frisch gedroschenem Getreide und hört das Geräusch einer alten Maschine, die über Jahrzehnte bäuerliches wirtschaften bestimmte. Ein Erlebnis, das kaum noch einer kennt.
Für das Team vom IFA-Museum ist die Teilnahme inzwischen Routine: Exponate und Ausrüstung wurden nach Sundhausen transportiert, das Zelt aufgebaut und gegen Sturm gesichert. Das Autohaus Peter unterstützte erneut mit einem Transporter; das Berufsbildungszentrum half beim Auf- und Abbau.
A. Pradel und S. Lang bildeten eines der vier Teams (Foto: IFA-Museum )
Als Anschauungsstücke standen zwei Traktoren und zwei Motoren für interessierte Besucherinnen und Besucher bereit.
An beiden Tagen beantworteten Vereinsmitglieder zahlreiche Fragen. Immer wieder ist beeindruckend, wie groß das Interesse an den Nordhäuser Erzeugnissen und ihrer Geschichte ist. Es ist nicht verwunderlich, kommt doch die überwiegende Mehrzahl auf dem Festgelände aus den Werkhallen in der Freiherr vom Stein Str.
Es waren deshalb zwei gute Tage für die Geschichtsbücher und der Verein.